Bundespolizei soll Sachsen bei Pegida-Demos helfen

Der zuständige sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) kann den Unmut nicht nachvollziehen. „Da kann ich nur wiederholen, dass es eine konkrete Gefährdungslage gab. Wir sind grundsätzlich nach wie vor in der Lage, große Versammlungen zu sichern“, stellte er klar. Er wisse, dass die Sicherheitsbehörden professionell arbeiten und im guten Austausch stehen, „da können wir uns auf Einschätzungen verlassen“.Und doch hat die Absage von Montag aus Terrorfurcht nicht nur die Sicht auf die Großkundgebungen der Pegida-Anänger und -Gegner verändert, sondern auch die Bundesregierung auf den Plan gerufen. Schließlich hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) selbst am Montag Hilfen des Bundes zur Absicherung von Pegida-Kundgebungen in Aussicht gestellt. Sie habe als Bundeskanzlerin, „unbeschadet, ob mir die Inhalte gefallen“, ein Interesse daran, dass an jedem Ort in Deutschland demonstriert werden könne, weil es sich um ein Grundrecht handele, hatte Merkel ihr Angebot an Sachsen begründet.

Ein Angebot, das Sachsen annehmen will. „Eine weitere personelle Unterstützung der Bundespolizei würde uns natürlich helfen“, erklärte nun Innenminister Ulbig. Denn man gehe davon aus, dass man in der gesamten Bundesrepublik weitere Veranstaltungen nach dem Vorbild der Pegida erleben werde. In Dresden und nun auch in Leipzig würden bereits die Bereitschaftspolizeien der Länder und die Bundespolizei die sächsische Polizei bei den Kundgebungen unterstützen. Vor diesem Hintergrund sei „jede weitere Unterstützung willkommen“. Quelle Welt online


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