Väterchen Frost hat jetzt auch einen Vornamen „Bima Frost“

kaltNach mehr als 6 Wochen Leiden und Frieren unserer Kolleginnen und Kollegen im Standort Sankt Augustin, scheint seit heute dem Unwohlsein ein vorläufiges Ende gesetzt. Auf Initiative der Gewerkschaft der Polizei und den Personalräten im Standort wurde nach wochenlangem Kampf und zahlreichen Beschwerden endlich die Heizungsanlage im Standort wieder soweit eingestellt, dass es wieder möglich ist, in den Büroräumen der BPOLD Sankt Augustin eine vernünftige Arbeitstemperatur von 20 Grad Celsius zu erreichen. Dafür Danke an alle Kollegen und Mitarbeiter die dies möglich gemacht haben!

Was ist passiert:

Die BIMA in Sankt Augustin hat ein Energiespar- Contracting (ESC) mit der Firma Cofely abgeschlossen.

Diese soll im Standort über Energiesparmaßnahmen und Heizungsmodernisierung ca. 900 000 Euro pro Jahr an Energie- und Heizkosten einsparen. Dabei ist man offensichtlich auf die Idee gekommen, die Gebäude von kalt, langsam an die 20 Grad Celsius heran zu heizen. Das und selbstverständlich viele technische Mängel und Probleme, die dann zusätzlich auftraten, führte dazu, dass in den letzten Wochen in den jeweils unterschiedlichen Gebäuden unterschiedliche Temperaturen zu verzeichnen waren, die zum Teil weit unter 20 Grad lagen. So waren z. B. Temperaturen von einer Flurseite zur anderen oder von einem Büro zum anderen unterschiedlich. Die Beschwerden der Mitarbeiter über die Dienststellen im Standort, wurden auch regelmäßig an die BIMA weitergeleitet und es wurde dringend um Abhilfe ersucht, aber offensichtlich schien sich bei der BIMA niemand verantwortlich zu fühlen, diesen Zustand zu beenden. Am 27. November verabredeten sich alle Gewerkschaften und Personalräte im Standort zu einem gemeinsamen Initiativschreiben an die Dienststellenleiter, Aushänge mit Forderungen und Initiierung von Informationen durch die Dienststellen. Die gleichzeitig durch die Dienststellenleiter geführten Gespräche und schriftlich formulierten Forderungen an die BIMA erhöhten den Druck, aber leider schien das noch immer nicht zu reichen. Am 2. Dezember wendeten sich die Personalräte an den BPR und den Bundespolizeipräsidenten Herrn DR. Roman und baten von dort um Unterstützung, da die BIMA offensichtlich nicht in der Lage schien, die Forderungen der Personalräte, Gewerkschaften, Dienststellenleiter und Beschäftigten zu erfüllen, die Räume auf 20 Grad zu heizen. Nach Unterstützung des BPR und des Präsidenten der Bundespolizei wurde offensichtlich seit gestern Abend 04.12.2014 die Heizung so eingestellt, das die Temperatur endlich wieder erträgliche 20 Grad Raumtemperatur erreicht und auch überschreitet. Wir alle treten für sinnvolles Sparen ein. Es darf aber nicht so weit kommen, dass Mitarbeiter in ihrer Gesundheit und ihrem körperlichen Wohlbefinden beeinträchtigt werden. Deswegen werden wir in den Wintermonaten ein waches Auge auf die Heizungsbetreiber werfen. Im vorliegenden Fall konnte das Problem kurz vor Toresschluss noch im Innenverhältnis geklärt werden.

Jürgen Mießner

Gewerkschaft der Polizei

Bundespolizei

Direktionsgruppe NRW

 


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